Unsere Philosophie - Zum Wohle Ihres Tieres

Ganzheitliche Therapie chronischer Erkrankungen

In der gleichen Art und Weise wie Schadstoffe die Lebensgrundlagen für zahlreiche Pflanzen und Tiere unwiderruflich zerstören, attackieren sie auch elementare Vorgänge im menschlichen und tierischen Organismus.

Die Anzahl chronischer Erkrankungen bei Mensch und Tier nimmt stetig zu. Allein 25 Millionen Deutsche leiden unter Allergien, Krebserkrankungen steigen an und treffen immer jüngere. Auch bei unseren Haustieren bevölkern immer mehr chronisch kranke Tiere die Wartezimmer der Tierärzte, hier gibt es zwar keine Statistiken wie beim Menschen, die Zuwächse chronischer Erkrankungen dürften aber in ähnlicher Größenordnung liegen.

Menschen und auch unsere Haustiere überleben dank der modernen Reparaturmedizin viele lebensbedrohliche Zustände, an denen sie vor 50 Jahren noch gestorben wären, aber die Alterung der einzelnen Individuen beginnt allgemein beträchtlich früher. Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes bei den Menschen betrafen in früheren Zeiten nur Senioren, heutzutage erkranken immer mehr Jugendliche daran. Für unsere Haustiere gilt das Gleiche. Katzen leiden oft schon in jungen Jahren  an Nierenproblemen, Hunde zeigen Gelenkserkrankungen in einem Alter in dem sie noch keinesfalls als alt zu bezeichnen sind, um nur einige Beispiele zu nennen.

Egal, ob wir es mit chronischen Entzündungen, mit Allergien oder Krebs zu tun haben, der erste Schritt ist immer das Versagen der ersten Barriere des Immunsystems und eine Überforderung der weiteren Abwehrsysteme der einzelnen Individuen.

Ärzte und Tierärzte werden mit Krankheitsbildern konfrontiert, die nur mehr schwer einordenbar sind. Eine Fülle unterschiedlichster Symptome, die gleichzeitig nebeneinander oder hintereinander auftreten. Die schulmedizinische Behandlung besteht dann in der Unterdrückung der einzelnen Symptome mit chemischen Medikamenten, die zwar kurzfristige Linderung bringen können, letztendlich den Patienten aber aufgrund vielfältiger Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der einzelnen Präparate untereinander, noch kränker werden lassen.

Die Ursachen vieler Krankheiten sind Schadstoffbelastungen aus der Umwelt, deren Tragweite man bis heute nicht wahrhaben will und zu bagatellisieren versucht. Das Schädigungsmuster lässt sich auf ein einheitliches Prinzip zurückführen, die Bildung sogenannter „freier Radikale“, deren Zerstörungstätigkeit schon früh im Stoffwechsel ansetzt. Folge sind Entgleisungen des Stoffwechsels mit vielfältigen Symptomen. Die „Biochemie“ des Organismus ist durcheinandergeraten.

In den letzten Jahren hat langsam ein Umdenken begonnen. Die Tatsache, dass Krankheiten nicht durch das Fehlen von Medikamenten ausgelöst und unterhalten werden, sondern durch veränderte biochemische Vorgänge im Organismus, hat  im Gegensatz zur Veterinärmedizin in der Humanmedizin schon Beachtung gefunden. Einem „Zu viel“ an Schadstoffen steht ein „Zu wenig“ an Mikronährstoffen gegenüber, das korrigiert werden muss.

Leider ist die Ausbildung der Ärzte und Tierärzte betreffs Wissen über biochemische Abläufe völlig unzureichend. Das ist auch der Grund weswegen wichtige neue Erkenntnisse in der Biochemie nicht in die medizinische Behandlung mit einbezogen werden. Biochemiker haben meist wenig Kenntnisse über Krankheiten, Ärzte keine in Biochemie.

1992 verfasste eine internationale Expertengruppe von Ärzten und Biochemikern die Deklaration von Saas Fee. Es wurde auf die Bedeutung von Mikronährstoffen in der Prävention und Therapie besonders von chronischen Erkrankungen hingewiesen und die Notwendigkeit betont, diese sowohl in der Forschung als auch in der Therapie zu beachten. Leider hat diese Deklaration nicht viel an den bestehenden Zuständen geändert, im Gegenteil, die meisten Ärzte und Tierärzte lehnen Mikronährstofftherapien ab. Sie sehen nach wie vor Pharmazeutika als alleinige Heilmittel in der Therapie, die in der Akutmedizin selbstverständlich ihre Berechtigung haben, bei chronischen Erkrankungen aber versagen.

Jede chronische Krankheit ist letztendlich eine Multiorganerkrankung. Ob chronische Verdauungsstörungen, Epilepsie, Diabetes, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Allergien oder Krebs, sie alle sind Ausdruck mitochondrialer Funktionsstörungen, ausgelöst durch sogenannten nitrosativen Stress und seine Folgen. Werden diese Funktionsstörungen nicht rechtzeitig erkannt, breiten sie sich wie ein unterirdischer Schwelbrand aus. Die schulmedizinische Behandlung beschränkt sich auf die „evidenzbasierte“ Diagnostik und Therapie, die komplexen Wechselwirkungen in der Biochemie sind nicht bekannt und werden demnach auch nicht berücksichtigt. Der Patient wird von einer „hochspezialisierten“ Medizin in Einzelteile und Funktionen zerlegt, dass das Individuum aber ein unteilbares Ganzes ist und Multifunktionsstörungen Ausdruck mitochondrialer Dysfunktionen sind, wird vernachlässigt.

Seit einigen Jahren versuche ich die Erkenntnisse aus der Humanmedizin bezüglich Biochemie der Zelle und besonders jener der Mitochondrien in meine Behandlungen einzubauen.

Solch eine völlig andere Behandlungsmethode erfordert ein großes Engagement  in der Weiterbildung, vor allem weil in der Tiermedizin keine solchen Fortbildungen existieren und ich hier noch auf ziemlich verlorenem Posten agiere. Wo sich in der Humanmedizin schon ein Stab an Kollegen etabliert hat, klafft in der Tiermedizin noch eine große Lücke. Zukünftig werden aber auch immer mehr Tierärzte umlernen und umdenken müssen, wenn sie nicht in das „Fahrwasser“ der Schulmedizin geraten wollen.

Interessierte Kolleginnen und Kollegen gibt es schon. Es wird aber noch eine Zeit dauern, bis es in allen Bundesländern Praxen gibt, die die etablierten, bereits wissenschaftlich anerkannten und neuen Erkenntnisse der biochemischen Prozesse in ihre Behandlungen einbauen. Damit könnten die ersten Schritte getan werden, um chronisch kranken Tieren, die oft jahrelang anhaltende erfolglose medikamentöse Behandlungen hinter sich haben, helfen zu können.