Therapiemethoden

Da es mittlerweile eine immer größer werdende Anzahl chronisch kranker Tiere gibt, konzentrieren wir uns seit einiger Zeit fast ausschließlich nur mehr auf diese Patienten. Die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten benötigen hier völlig andere Vorgehensweisen als bei akuten Erkrankungen. Ist die Akutversorgung der Patienten in den meisten Praxen optimal, hapert es dort beträchtlich bei den Therapiemethoden bei chronischen Erkrankungen. Diese bestehen fast ausschließlich in der Verabreichung von Symptom abdeckenden Medikamenten.

Unsere Therapiemethoden bei:


  • chronischen Magen-Darmerkrankungen
  • Allergien, Autoimmunerkrankungen
  • Chronischen Infektionen
  • Alle degenerativen Erkrankungen von Bauchspeicheldrüse, Leber, Niere, Blase, Herz, Lunge, Gelenken
  • Krebs
  • Neurologischen Erkrankungen wie Epilepsie sind ...

Chronische Magen-Darmerkrankungen

Ernährungsanpassung

Die Behandlung chronischer Magen-Darmerkrankungen beginnt mit der Hinterfragung der Ernährung. Meist zeigen sich hier schon große Fehler, die korrigiert werden müssen. Die Umstellung auf selbst zusammengestellte und zubereitete Mahlzeiten, angepasst an das jeweilige Krankheitsbild, ist obligat.

Stuhlprofilanalyse und Entzündungsmarker

Eine Analyse der Darmflora, sowie einiger wichtiger Entzündungsmarker im Stuhl sind weitere Schritte. Je nachdem, was diese Untersuchungen an Ergebnissen bringen, wird die Therapie angepasst. Stuhlprofile werden zwar auch in einer schulmedizinisch orientierten Praxis durchgeführt, aber meist nur zu dem Zweck, ein geeignetes Antibiotikum zu finden. Bezüglich der Menge und der Verteilung der Darmbakterien wird nur eine qualitative und keine quantitative Auswertung durchgeführt.

Auch unterbleiben in einer schulmedizinisch durchgeführten Stuhlanalyse die Untersuchung auf Entzündungsmarker im Darm. Gerade diese sind aber besonders wichtig für die folgenden Therapien. Denn wenn der behandlende Tierarzt weiß, dass beispielsweise ein Leaky Gut (löchriger Darm) vorliegt, kann er seine Therapie dementsprechend anpassen.

Bei chronischen Magen-Darmerkrankungen nur immer wieder neue Antibiotika zu verschreiben wie es üblicherweise gehandhabt wird, bringt dem Patienten, wenn überhaupt nur kurzfristige Besserung, und verschärft das Krankheitsbild zusätzlich. Der Zustand des Patienten wird immer chronischer. In meinen Augen ist die Verschreibung von Antibiotika in diesen Fällen ein Kunstfehler, es sei denn, es liegt ein lebensbedrohlicher Zustand vor. Das kommt aber nur in äußerst selten der Fall.

Anhand der Ergebnisse des Stuhlprofils kann eine eventuell vorliegende Dysbiose mittels Gabe der fehlenden „guten“ Bakterien (Probiotika) korrigiert bzw. überwuchernde pathogene Bakterien mittels bestimmter natürlicher Stoffe wie Rizolen, Grapefruitkernextrakt u.a. reduziert werden. Probiotika mit den entsprechenden Bakterien in den geforderten Mengen, sollten über mindestens 3 Monate verabreicht werden, besonders dann, wenn vorher mehrmals Antibiotika gegeben worden sind.

Stellt sich bei den Untersuchungen heraus, dass ein Leaky Gut vorliegt, muss entsprechend die Darmschleimhaut saniert und die „Löcher“ gestopft werden. Das geschieht mittels der Gabe von Glutamin und von Emeticon. Mit Glutamin kann die geschädigte Darmschleimhaut schneller abheilen, Emeticon hilft dabei die „tight junctions“ das sind die Kittleisten die zwischen den Darmzellen liegen, wieder zu verschließen.

pH-Wert im Stuhl

Es gibt noch weitere Untersuchungsmöglichkeiten sowie diagnostische Hinweise bei chronischen Magen-Darmerkrankungen, die beachtet werden müssen. Beispielsweise zeigt ein zu hoher pH-Wert im Stuhl eine vermehrte Fäulnisbildung an, die durch die Bildung giftiger Stoffe wie biogener Amine vor allem die Leber empfindlich schädigen können.

„Overgrowth“ im Darm

Auch ein sogenannter „Overgrowth“ im Darm, der bedeutet, dass Dickdarmbakterien in den Dünndarm wandern, wo sie nicht hingehören und wo sie großen Schaden anrichten können, sollte erkannt und richtig behandelt werden.

Es würde den Rahmen dieser Website sprengen alle nur möglichen Magen-Darmerkrankungen bei Hund und Katze näher zu definieren und die jeweilig notwendige Therapie anzuführen.

Unsere Behandlungen orientieren sich jeweils an dem entsprechenden Krankheitsbild. Die eingesetzten „Medikamente“ sind sehr vielfältig, aber immer natürlicher Herkunft und ohne schädlichen Nebenwirkungen. U.a. setzen wir ein: Enzyme (Bromelain, Papaverin, Ficin), Flora Balance, Flora Dysbiosan, Probiotik, Flora immun, Flora stabil, Synerga, Methylcobalamin (Vitamin B12) und Folsäure, Tausendgüldenkraut (auch Tausendguldenkraut), Heilerde.

Die Erforschung der neuerdings als „Mikrobiom“ bezeichneten Darmflora liegt auch in der Humanmedizin noch in den Anfängen, man erkennt aber immer deutlicher, wie wichtig die Unversehrtheit dieses Mikrobioms für die Gesundheit der einzelnen Individuen ist.

In der Veterinärmedizin hinken wir da noch weit hinterher, unkontrollierte Gaben von Antibiotika, Magensäureblockern, Schmerzmitteln tragen höchstens dazu bei, ein bestehendes Leiden zu verlängern. Auch wird die Unkenntnis und Ignoranz über die Bedeutung einer intakten Darmflora besonders dann deutlich, wenn weiterführende diagnostische Möglichkeiten nicht einmal bekannt sind. Das betrifft Tiermediziner ebenso wie anerkannte Laboreinrichtungen.

Allergien und Autoimmunerkrankungen

Ca. 30-40% der Hunde und auch eine steigende Anzahl Katzen leiden an Allergien oder Futtermittelunverträglichkeiten. Leider können mit den in der Tiermedizin üblichen Labormethoden (nur Bestimmung der Gesamt IGG) die auslösenden Faktoren nicht eruiert werden. In Ausnahmefällen kann aber sehr wohl eine aussagekräftige IGG4 Bestimmung durchgeführt werden. Nur bedarf es hier eines Humanmedizinischen Speziallabors (Schwarzwald, Dr. John Ionescu), die Probe darf nicht lange unterwegs sein (Kurier) und die Untersuchung ist sehr teuer. (Mind.150.-Euro).

Bei allen Allergikern ist eine umfangreiche Stuhlanalyse notwendig.

Nur mittels einer Ausschlussdiät können wir die auslösenden Faktoren ermitteln. Neben Vermeidung dieser Stoffe in der Fütterung besteht die unterstützende Therapie in der Darmsanierung, basierend auf den Ergebnissen der Stuhluntersuchung, sowie in der Gabe von natürlichen, antientzündlichen Stoffen. Zusätzlich wird Gcmaf (Gc-Makrophagen aktivierender Faktor) eingesetzt. Gcmaf sollte immer zusammen mit Vitamin D3, Calcium und Magnesium verabreicht werden. Gcmaf unterdrückt im Gegensatz zum Cortison und zum immer häufiger verwendeten Apoquel das Immunsystem nicht, sondern „switcht“ es in die richtige Richtung. Weg von der überschießenden Reaktion (TH2-Schiene) auf die gewünschte TH1 Achse. Und das OHNE Nebenwirkungen.

Bei fast allen allergischen Patienten, die meist auf Dauertherapie mit Cortison oder Apoquel, oder beides gesetzt sind, können wir die Dosis dieser schulmedizinischen Medikamente langsam reduzieren, und bald gänzlich weglassen.

In der gleichen Art und Weise wird bei Autoimmunerkrankungen und bei anderen Allergien (z.B. Asthma) vorgegangen.

Chronische Infektionen

Bei der Behandlung chronischer Infektionen (manche Patienten fallen von einer Antibiotikabehandlung in die nächste) gehen wir ähnlich vor.

An erster Stelle steht immer die Unterstützung der Darmflora, eventuell Gabe von Gcmaf sowie anderer unterstützender Maßnahmen für das Immunsystem (Ziegenkolostrum, Propolis etc.).

Zusätzlich ist es immer notwendig die Speicher mit entsprechenden Spurenelementen, Mengenelementen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen aufzufüllen.

Dies gilt übrigens für die Behandlung aller Patienten mit chronischen Erkrankungen, besonders für jene, die auf Dauertherapie mit chemischen, pharmazeutischen Präparaten gesetzt sind. Diese „fressen“ die Speicher des Organismus regelrecht leer und die chronische Erkrankung selbst verbraucht ebenfalls vermehrt diese Stoffe.

Alle degenerativen Erkrankungen

Egal, ob es sich um Erkrankungen der Niere, der Bauchspeicheldrüse oder anderer Organe handelt, im Prinzip wird in der Therapie immer ähnlich vorgegangen. Unterstützung der Mitochondrien der Zellen einzelnen Organe durch Gabe der entsprechenden Mikronährstoffe. Hier wird natürlich organspezifisch vorgegangen.

Beispielsweise unterstützen wir die Leber mit SAM (S-Adenyl-Methionin) einem wichtigen schwefelhaltigem Leberenzym.

Bei Herzerkrankungen hat sich zusätzlich zu den Mikronährstoffen die Therapie mit Strophantin sehr gut bewährt. Mit Strophantin lassen sich alle ACE-Hemmer und Beta-Blocker ersetzen. Und: Strophantin hat im Gegensatz zu den oben genannten Herzmedikamenten KEINE Nebenwirkungen.

Krebs

In unserer Praxis zählen mittlerweile Patienten mit Krebserkrankungen neben den Allergikern zu den am häufigsten vorgestellten Fällen. Im Laufe der letzten Jahre habe ich mich intensiv mit der „alternativen“ Therapie von Krebs beschäftigt und hunderte Patienten mit den unterschiedlichsten Stoffen behandelt.

Auch die Krankheit Krebs entsteht aufgrund einer „Entgleisung“ der Mitochondrien. Nur ein ganz geringer Anteil (unter 5%) beruht auf genetischen Veränderungen. Hierzu sei auf die Bücher von Bodo Kuklinsky sowie Heinrich Kremer verwiesen.

Unsere Therapie wird mit folgenden Substanzen durchgeführt:

  • Vitamin B17 (Laetrile, Amygdalin) ein Konzentrat aus bitteren Aprikosenkernen (der Wirkstoff von ca 1600 Kernen befinden sich in einer Kapsel)
  • DCA (Dichloracetat)
  • Artesunat (Beinwellextrakt) zur Tumorzellvernichtung, sowie mit
  • Gcmaf, zur „Anweisung“ des Immunsystems und unterschiedlichsten Mikronährstoffen, um die Arbeit der Mitochondrien zu unterstützen. Dazu zählen besonders Vitamin D3, Vitamin A, die B-Vitamine, alpha-Liponsäure, Magnesium, sekundäre Pflanzenstoffe u.v.a.

Da es momentan noch kein Labor gibt, das mir die notwendigen Untersuchungen (Interleukine etc.) durchführt, um genauer eruieren zu können welcher Stoff für den jeweiligen Patienten am besten geeignet ist, muss ich hier derzeit noch aus dem Bauch heraus entscheiden. In Zukunft werden wir auch hier Lösungen finden.

Neurologische Erkrankungen wie Epilepsie

Bei epileptischen Patienten unterstützen wir mit Kalium bromatum, um die meistens verabreichten Medikamente wie Phenoleptil langsam eliminieren zu können und den Patienten erst einmal anfallsfrei zu halten oder zu bekommen. Neben der zusätzlichen Gabe von B-Vitaminen und Kokosfett sollte der auslösende Faktor der Epilepsie eruiert werden. In vielen Fällen lassen sich hier Impfungen, neurotoxisch wirkende Spot-ons oder andere chemische Substanzen als Verursacher identifizieren. Sobald diese Faktoren abgestellt worden sind, kann versucht werden Kalium bromatum nach einigen Monaten wieder zu reduzieren. Kalium bromatum kann zwar bei geringer Überdosierung beim Patienten Bewegungsstörungen hervorrufen, belastet aber Niere und Leber nicht, was bei allen anderen gängigen Epilepsiemitteln sehr wohl der Fall ist.

Vorbeugend kann man mit der Vermeidung aller Impfungen, neurotoxischen Spot-ons und Wurmkuren sehr wohl sehr viel negative Auswirkungen vermeiden. Für übliche chemische Antiparasitaria gibt es natürliche, gut wirksame Alternativen.