Kristina R. aus Landshut

Sehr geehrte Frau Dr. Ziegler,

nachdem ich gestern Abend Ihr Buch „Hunde würden länger leben, wenn…“ regelrecht verschlungen habe, möchte ich Ihnen auf diesem Wege danken. Endlich habe ich die Bestätigung nicht nur von meinem Hund, sondern auch von einer Fachfrau bekommen, doch alles richtig mit der BARF-Fütterung zu machen. Sie können sich nicht vorstellen, was man sich als BARF-Hundehalterin anhören muss…:

  • „Sie sorgen dafür, dass Ihr Hund konsequent mangelernährt wird!“
  • „Ihr Hund wird fettleibig werden!“
  • „Das was Ihr Hund braucht, können Sie ihm nicht mit BARF bieten!“
  • „Oh Gott, wie viele verschiedene Fleischsorten wollen Sie ihm denn noch reinschieben! Sie bringen den gesamten Organismus durcheinander!“
  • „Nur eine Tierklinik mit ausgebildeten tierärztlichen Ernährungsberatern können mit einem abgestimmten Speiseplan dafür sorgen, dass Ihr Hund gesund bleibt. Wenn Sie Ihren Hund selbst irgendwie füttern, tragen Sie das volle Risiko, dass Sie Ihren Hund krankmachen!“

Vor sieben Monaten bekam ich meine kleine Hundedame „Teida“ – mein erster eigener Hund -  von einem kretischen Tierheim in einem relativ abgemagerten Zustand vermittelt. Sie war damals 4,5 Monate alt, bereits kastriert und hatte jede Menge Impfungen innerhalb weniger Tage bekommen. Darüber war ich bereits nicht ganz glücklich… Mit einem Beutelchen ihres bisherigen Trockenfutters durfte ich die Kleine übernehmen. Bereits da bekam ich die Info von ihrer Pflegestelle: „Sie mag das Futter zwar nicht, aber geben Sie es erst einmal weiter.“ Ernährungsbewusst wollte ich sie häppchenweise auf ein Bio-Welpentrockenfutter umstellen. Teida war da völlig anderer Meinung. Sie rührte das alte Trockenfutter nicht mehr an, wollte nur noch das Bio-Futter. Nach wenigen Tagen bekam sie blutigen Durchfall, der immer schlimmer wurde und sich über die nächsten Wochen steigerte. Immerhin fraß Sie das Trockenfutter, zwar auch zunehmend widerwilliger, selbst wenn ich es mit Leberwurst und Hüttenkäse streckte, aber immerhin. Nach mehreren Tierarztbesuchen, Buscopan-Spritzen, Kohletabletten, Blutabnahmen, Leishmanioseüberprüfung, Kotuntersuchungen auf Würmer oder Giardien ect., Ernährungsberatungen, Ulltraschallbildern,… stand die Diagnose: Ihr Hund ist kerngesund, aber psychisch krank. Daher kommen die Darmprobleme mit Bluteinlagerungen in den Darmwänden. Das passte alles nicht zu meiner Teida… Ich erlebte sie zwar als altersgemäß lebhafte Hündin, aber als psychisch sehr ausgeglichen, sehr sozial und bis auf das Fressproblem völlig unkompliziert. Die Tierärztin gab ihr ein Antibiotikum, für alle Fälle… . Da hätte ich deutlich schneller intervenieren müssen.

Eines Tages verweigerte sie jedoch plötzlich auch das Bio-Futter, nahm in kürzester Zeit stark ab, wirkte lethargisch und wurde zunehmend gereizter. Meine letzte Hoffnung war BARF… „Egal was, die Hauptsache ist, sie frisst wieder!“, dachte ich mir.

Als die erste Fleischlieferung ins Haus kam, wirbelte die Kleine bereits wie ein Wirbelsturm vor Freude durch meine Wohnung, als ob sie es bereits roch und ahnte, dass es für sie sei. Seit 5 Monaten bekommt sie nun BARF-Futter und der Hund ist wie ausgewechselt! Sie hatte kaum mehr Darmprobleme, nahm zügig wieder zu, frisst seitdem mit größter Wonne, ist vom Verhalten her noch ausgeglichener und kann sich auch besser konzentrieren. Nichts Anderes kommt mehr in Frage!

Vielen Dank für Ihre ehrlichen Worte, die meine Beobachtungen und Erfahrungen mit meiner Hündin vollends bestätigen. Schade, dass Sie so weit weg sind, sonst würde ich mit meiner kleinen Teida gerne zu Ihnen in die Tierarztpraxis gehen J.

Herzliche Grüße aus Landshut