Sehr geehrte Frau Dr. Ziegler,
ich habe Ihr Buch „Hunde würden länger leben wenn..“ grade zu verschlungen. Und muss sagen es war eine Offenbarung. Zum Glück zeigt sich das ich, wenigstens in Teilen zu den mündigeren Tierhaltern gehöre.
Hier ein kurzer Abriss unserer, nur sehr kurzen, Krankheitsgeschichte:

Mit 1,5 J. wurde Akito kastriert (problemlos) 4 Wochen später hatte er eine Blasenentzündung (Antibiotika) im Anschluss fing der Hund an in Ruhephasen zu Tröpfeln, ab zum Tierarzt, Diagnose = Struvitkristalle durch einen zu hohen PH Wert. Wir sollten unbedingt ein „passendes Futter (Hills / Royal Canin), für mindestens ein Jahr füttern. Und nichts anderes auch keine Leckerli etc. Und natürlich regelmäßig den PH-Wert im Urin überprüfen lassen. Auch wir hatten bis dahin Trockenfutter und Nassfutter verfüttert, allerdings so hochwertig wie möglich.
Harte Zeiten brachen für den Jung Hund im Training an statt Trainingsleckerlis gab es vom Trockenfutter (was bei den Malzeiten abgezogen wurde). Als Erstes habe ich mir Teststreifen zum bestimmen des PH-Wertes besorgt und diesen selber gemessen. Ich hatte das Gefühl Akito wär ständig hungrig
Nach einigen Monaten (es war natürlich keine Besserung eingetreten) hab ich angefangen mich mit dem Thema zu beschäftigen und mich zur Fachfrau für Struvitkristalle beim Hund entwickelt. Dann folgte die Auseinandersetzung mit dem „einzig wahren Futter“. Und siehe da, eigentlich besteht dieses unter Anderem aus Geflügelmehl, Weizenklebefutter und Zellulose. Wikipedia half weiter, danach war klar, dieses Futter bekommt der Hund nicht eine Sekunde länger.
Im Übrigen empfiehlt der Hersteller (auf seiner Homepage) eine Fütterungsdauer von bis zu 3 Monaten und nicht von einem Jahr.
Also das alte Trocken -u. Nassfutter und stattdessen eine Paste gegen die Struvitkristalle. Auf meine Nachfragen beim Tierarzt ob das Tröpfeln nicht auch von der Kastration herrühren könnte wurde dies verneint. Der PH-Wert war mittlerweile im grünen Bereich, die Kristalle und das Tröpfeln blieben. Nach einem ¾ Jahr haben wir angefangen zu Barfen. Die Kristalle gehörten innerhalb von 2 Wochen der Geschichte an. Das Tröpfeln blieb. Eine mittlerweile durchgeführte Ultraschalluntersuchung in einer radiologischen Praxis ergab. Schwacher Schließmuskel vermutlich durch die Kastration. Aha.
Da das Tröpfeln nur abends in Ruhe vorkommt und fast ausschließlich bei nass-kaltem Wetter, leben wir jetzt damit. Und haben einen putzmunteren Hund der sein Fressen liebt, inkl. Obst und Gemüse und trotz Leckerli sein Idealgewicht hält. Na gut wenn man ihn fragen würde, würde er sagen das die Portionen immer zu klein sind.

Viele der im Buch beschriebenen Probleme begegnen mir im Alltag, in der Hundeschule oder bei unserer Facebook Gruppe. Am liebsten würde ich Ihr Buch jedem als Pflichtlektüre „verschreiben“. Und Danke für die Denkanstöße in Sachen Impfen (Ich bin kein Impfgegner) auch ich habe mir bis jetzt keine Gedanken über die Sinnhaftigkeit jährlicher Impfungen gemacht. Akito ist jetzt wieder dran, ich lasse diesmal nur die Tollwut impfen (Ausland) und bin schon auf das Gespräch mit unserer Tierärztin gespannt.
Bei meinen Recherchen, zum Impfen, bin ich unter Anderem auf der Seite von Royal Canin über die sogenannten Pflichtimpfungen Informiert worden. Bitte was Pflichtimpfungen.
Aber ich habe auch viele Einträge, Artikel, etc. von Tierärzten gefunden die sich gegen das jährliche Impfen aussprechen und wenigstens die 3 Jahre der StIko-Vet. empfehlen. Im Übrigen standen auch auf unserer Karte alle möglichen Impfungen, nur nicht die Tollwut die in der Tat jetzt fällig ist.
Als nächstes steht Ihr Buch „Rohkäppchen und der zahnlose Wolf an“ ich freu mich schon.
Mit freundlichen Grüßen
S.L. mit Akito